Schweiz trauert um Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana
Der Schock sitzt tief nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana mit etwa 40 Toten. Vor allem junge Menschen waren in der Bar. Augenzeugen berichten von Panik, nachdem sich die Flammen schnell ausgebreitet hatten. Von Kathrin Hondl.

Unglück in Crans-Montana Die Schweiz trauert
Stand: 02.01.2026 06:46 Uhr
Der Schock sitzt tief nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana mit etwa 40 Toten. Vor allem junge Menschen waren in der Bar. Augenzeugen berichten von Panik, nachdem sich die Flammen schnell ausgebreitet hatten.
"Die Schweiz ist traurig, aber sie ist auch vereint im Schmerz", sagt Bundespräsident Guy Parmelin bei einer Pressekonferenz gestern Abend und spricht von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte des Landes. Etwa 40 Menschen haben ihr Leben verloren bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana. 115 wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Viele Todesopfer konnten noch nicht identifiziert werden.
Nach Angaben der Behörden waren es vor allem junge Leute zwischen 15 und 26, die das neue Jahr feierten, als gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" das Feuer ausbrach. "Das ist das Schlimmste", sagt am Abend sichtlich bewegt und mit den Tränen kämpfend der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard im Sender RTS. "Das Schlimmste ist, dass es junge Menschen sind. Und wenn ich die Angehörigen treffe, dann sind das ihre Freunde, Brüder, die Eltern. Es ist schrecklich."
"Es herrschte Gedränge und Geschubse"
Auch die 17-jährige Laëtitia hatte in der Bar gefeiert und es wie durch ein Wunder, sagt sie, nach draußen geschafft. "Es herrschte Gedränge und Geschubse von allen Seiten, über mir Menschen in Flammen oder Tote. Ich habe nichts verstanden, nur geschrien, dass ich nicht sterben will."
Schockierende Szenen, brennende Menschen, totale Panik - davon berichten die Überlebenden. "Wir schulden den jungen Menschen Respekt", so Bundespräsident Parmelin, "und müssen alles tun, damit sich solche Tragödien nicht wiederholen".
Video soll Ausbruch des Feuers zeigen
Während Familien verzweifelt nach ihren vermissten Kindern suchen und die Schwerverletzten in Krankenhäusern versorgt werden, insbesondere den auf Brandverletzungen spezialisierten Unikliniken von Lausanne und Zürich, laufen in Crans-Montana Untersuchungen zur Ursache des verheerenden Brandes.
Mehrere Augenzeugen hatten von Wunderkerzen und kleinen Tischfeuerwerken auf Champagnerflaschen berichtet. Am Abend postete der französische Sender BFM auf X ein Foto, das angeblich den Moment des Feuerausbruchs zeigt. Darauf sind in der Menschenmenge mehrere Flaschen mit brennenden sogenannten Zimmerfontänen zu sehen, sowie erste Flammen an der Decke.
