Schweizer Polizei: Dutzende Tote nach Feuer in Bar in Crans-Montana
Nach dem Brand bei einer Silvesterparty in Crans-Montana in der Schweiz geht die Polizei von Dutzenden Toten aus. Mehr als 100 Menschen wurden demnach verletzt. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus.

Unglück in Schweizer Skiort Dutzende Tote und mehr als 100 Verletzte nach Feuer in Bar
Stand: 01.01.2026 13:39 Uhr
Nach dem Brand bei einer Silvesterparty in Crans-Montana in der Schweiz geht die Polizei von Dutzenden Toten aus. Mehr als 100 Menschen wurden demnach verletzt. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um ein Unglück.
Bei einem Feuer in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei geht von "mehreren Dutzend" Toten und etwa 100 Verletzten aus, wie sie auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die Ermittlungen zur Ursache laufen noch, die Polizei geht aber von einem Unglück aus.
Zunächst hatte die Polizei von einem "schwerwiegenden Vorfall" in einer Bar gesprochen, in der mehr als 100 Menschen ins neue Jahr hineinfeierten. Demnach ereignete sich das Unglück gegen 1:30 Uhr in der bei Touristen beliebten Bar "Le Constellation" im Zentrum des Ferienortes im Kanton Wallis. Medienberichten zufolge könnte womöglich Pyrotechnik bei einem Konzert das Feuer ausgelöst haben.
Bundespräsident verschiebt Neujahrsansprache
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin reagierte bestürzt auf das Unglück. "Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich am Neujahrstag in Crans-Montana in eine Trauer, die das ganze Land und weit darüber hinaus erfasst hat", sagte er. Parmelins Neujahrsansprache wurde aus Respekt vor den Betroffenen verschoben. Da der Ort Gäste aus aller Welt habe, seien "wahrscheinlich" Ausländer unter den Opfern, sagte der Kommandant der Kantonspolizei, Frédéric Gisler.
Der Einsatz am Unglücksort dauerte gegen Mittag noch an, berichtete ARD-Korrespondentin Stefanie Dodt von vor Ort. Der Bereich vor der Bar sei weiter großräumig abgesperrt. Augenzeugen berichteten demnach, wie das Feuer sehr plötzlich ausbrach und Menschen in Panik nach draußen rannten.
Krankenhaus an Kapazitätsgrenzen
Nach ersten Erkenntnissen löste das Feuer bei seiner Ausbreitung eine Verpuffung aus. Der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer, berief sich dabei auf Zeugenaussagen und erste Ermittlungen. Es handele sich nicht um eine Explosion eines Sprengsatzes, sagte er.
Auf von Schweizer Medien verbreiteten Bildern aus der Nacht waren ein brennendes Gebäude und in der Dunkelheit schreiende und fliehende Menschen zu sehen. Zahlreiche Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizisten eilten zum Unglücksort.
Viele Gäste aus dem Ausland
Das regionale Krankenhaus kam den Behörden zufolge aufgrund der Vielzahl Verletzter an seine Kapazitätsgrenzen. Die meisten befänden sich in einem ernsten Zustand, erklärte der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard. Die Intensivstation des Spitals sei voll, Patienten würden in umliegende Krankenhäuser verlegt. Rettungskräfte kamen demnach auch aus anderen Ländern zur Unterstützung. Auch mehrere Hubschrauber waren im Einsatz.