Südamerika: Mehr als 80 politische Häftlinge in Venezuela freigelassen
Die Regierung Venezuelas hat 87 Inhaftierte aus Gefängnissen entlassen. Viele waren bei Protesten gegen die Wiederwahl des Präsidenten Maduro festgenommen worden.
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Die Regierung Venezuelas hat 87 Inhaftierte aus Gefängnissen entlassen. Viele waren bei Protesten gegen die Wiederwahl des Präsidenten Maduro festgenommen worden.
Aktualisiert am 1. Januar 2026, 20:28 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, iso
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Angehörige von aus politischen Gründen Inhaftierten demonstrieren Mitte Dezember 2025 in Caracas. © Federico Parra/AFP/Getty Images
Die venezolanische Regierung hat 87 politische Häftlinge freigelassen. Die meisten Freigelassenen müssen sich nun alle 30 Tage bei der Polizei melden, hieß es in einer Mitteilung der unabhängigen venezolanischen Beobachtungsstelle für Gefängnisse. "Die strafrechtliche Verfolgung hört nicht auf, der Staat ändert lediglich die Art der Freiheitsbeschränkung", teilte die Beobachtungsstelle mit. "Wir fordern das Regime von Nicolás Maduro auf, allen politischen Gefangenen die vollständige Freiheit zu gewähren." An Weihnachten waren bereits einige politische Häftlinge freigelassen worden.
Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro geht hart gegen politische Gegner vor. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sind in dem südamerikanischen Land über 800 politische Häftlinge inhaftiert. Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl Maduros im Jahr 2024 festgenommen worden.
Internationale Organisationen und Aktivisten werfen den venezolanischen Sicherheitskräften schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Maduro ist seit 2013 an der Macht. Bereits seine Wiederwahl im Jahr 2018 war international nicht anerkannt worden. In der Folge wurden Sanktionen gegen Venezuela verhängt. Maduros Machtapparat stützt sich in erster Linie auf das Militär und die Polizei. Das Land befindet sich seit Jahren in einer Wirtschaftskrise. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung leben in dem einst reichen Land mit großen Erdölvorkommen unter der Armutsgrenze.