Silvester in Berlin: Kind in Berlin vermutlich durch Kugelbombe schwerstverletzt
Mediziner des Unfallkrankenhauses in Berlin berichten von einem Kind mit schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. Sie vermuten eine Kugelbombe als Ursache.
Mediziner des Unfallkrankenhauses in Berlin berichten von einem Kind mit schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. Sie vermuten eine Kugelbombe als Ursache.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 11:51 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, maw
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Der Erwerb und Einsatz von Kugelbomben durch Privatpersonen ist in Deutschland verboten. © Sebastian Kahnert/dpa
In Berlin ist ein Kind nach Angaben von Unfallmedizinern durch illegale Böller schwerst verletzt worden. Das Kind werde derzeit wegen "vermuteter Kugelbomben-Verletzung" behandelt, teilte das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) auf X mit. Eine Hand des Kindes ist demnach vollständig zerstört. Am Körper hätten "weitere tiefe Verletzungen" versorgt werden müssen. Zunächst hatte der RBB berichtet.
Im Jahr zuvor hatte ein ähnlicher Fall für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals war ein siebenjähriger Junge in Berlin von einer Kugelbombe lebensgefährlich verletzt worden. Nach einer Notoperation und zahlreichen weiteren Operationen ist der Junge bis heute von dem Unfall beeinträchtigt.
Kugelbomben bestehen aus verschiedenen pyrotechnischen Mischungen und enthalten somit eine große Menge Explosivmasse. Sie können mehrere Kilogramm wiegen. In Deutschland sind der Erwerb und Einsatz von Kugelbomben durch Privatpersonen untersagt. Ihr Gebrauch ist ausschließlich für staatlich geprüfte Pyrotechniker zugelassen.
Polizeigewerkschaft und Umweltschützer fordern Böllerverbot
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin sprach sich nach erneuten Ausschreitungen mit Feuerwerk für ein Böllerverbot aus. "Wir brauchen ein für den Privatgebrauch", sagte der Sprecher der GdP, Benjamin Jendro, im RBB-Inforadio. Es müsse sich etwas an den Rahmenbedingungen verändern, forderte er.