Silvester: Polizeigewerkschaft und Nabu fordern strengere Gesetze für Feuerwerke
Verletzte, verängstigte Tiere und jede Menge Müll: Viele stören sich am Böllern. Der Nabu fordert auch in diesem Jahr ein Böllerverbot, die Polizei will härtere Strafen.
Verängstigte Tiere, jede Menge Müll und Verletzte: Viele stören sich am Böllern. Der Nabu fordert auch in diesem Jahr ein Böllerverbot, die Polizei will härtere Strafen.
Aktualisiert am 1. Januar 2026, 14:25 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, KNA, skö
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Nach einer Silvesternacht bleibt vor allem eines übrig: Der Müll ist aber nur einer von vielen Aspekten, die Umweltschützer an privaten Feuerwerken kritisieren. © Bodo Schackow/dpa
Umweltschützer und Polizeigewerkschaft fordern trotz einer relativ ruhigen Silvesternacht weiter ein Verbot von privatem Feuerwerk. In diesem Jahr habe man wieder "einen riesigen Ausstoß von umweltschädlichen Chemikalien gesehen, wir sehen eine hohe Feinstaubbelastung und jede Menge Müll", sagte Jörg-Andreas Krüger, Chef des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Die Deutsche Umwelthilfe bezeichnete die Bilanz der Silvesternacht als verheerend.
"Angriffe auf unseren Rechtsstaat"
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach sich indessen für härtere und schnellere Strafen bei Angriffen mit Böllern aus, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtete. "Beim Einsatz von illegalem Feuerwerk gegen Menschen, insbesondere der sogenannten Kugelbomben, handelt es sich nicht um Kavaliersdelikte, sondern um gefährliche Körperverletzungen und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz", sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf. Vielerorts wurden auch Polizeibeamte mit Feuerwerk attackiert.
"Es müssen nun dringend durch den Gesetzgeber Strafverschärfungen angegangen werden", forderte der Polizeigewerkschafter. "Auch müssen unsere Gerichte unmittelbar Urteile aussprechen und spürbare Strafen verhängen." Dabei gehe es, wie er der -Zeitung sagte, "nicht mehr nur um Böllerverbote, sondern um schwere Angriffe auf unseren Rechtsstaat".