Sofortbildkamera trifft Video – Fujifilm Instax Mini Evo Cinema
Fujifilm stellt eine neue Instax-Kamera im Retro-Filmkamera-Design vor. Sie nimmt kurze Clips auf und verbindet diese mit Sofortbildern samt QR-Code.
Mit der „Instax Mini Evo Cinema“ stellt Fujifilm eine Hybrid-Kamera vor, die klassische Sofortbilder mit einer Videofunktion verbindet. Das neue Modell erweitert die Evo-Reihe um eine zentrale Innovation: Nutzer können nun bis zu 15 Sekunden lange Videos aufnehmen und diese als physische Abzüge mit QR-Code weitergeben.
Wie ihre Vorgänger funktioniert die Mini Evo Cinema als Hybrid-Kamera mit digitalem Sensor. Zusätzlich zum Fotomodus können Nutzer Videos aufnehmen und diese auf dem rückseitigen Display ansehen. Die Videos werden lokal auf dem internen Speicher oder einer microSD-Karte gespeichert. Das eigentliche Novum: Das System wandelt Links zu den aufgezeichneten Videos in einen QR-Code um und druckt diesen zusammen mit einem ausgewählten Standbild aus dem Clip auf den Instax-Mini-Film. Wer den Code mit dem Smartphone scannt, kann das komplette Video online abrufen. So übergibt der Anwender nicht nur ein Foto, sondern auch gleich einen Film in physischer Form.
Um die QR-Code-Funktion nutzen zu können, muss das Video über die dedizierte Instax-App zu den Servern von Fujifilm hochgeladen werden. Fujifilm speichert die Videos nach eigenen Angaben dort kostenlos für zwei Jahre nach dem Upload. Danach werden sie automatisch gelöscht und der QR-Code wird ungültig.
Einzelne Clips lassen sich vor dem Druck kombinieren. Die Kamera zeichnet Videos mit einer Länge von bis zu 15 Sekunden auf. Mithilfe der begleitenden App können zudem mehrere Sequenzen zu einem bis zu 30 Sekunden langen Clip zusammengestellt werden. Zudem können Nutzer Textüberlagerungen und filmische Anfangs- und Abspannsequenzen hinzufügen.
Das Design orientiert sich an dem einer klassischen 8-mm-Kamera. Der senkrechte Griff erinnert an die FUJICA Single-8 von Fujifilm aus dem Jahr 1965.
(Bild: Fujifilm Japan)
Retro-Design mit historischer Referenz
Das Design orientiert sich an klassischen 8-mm-Kameras: Der senkrechte Griff erinnert an die FUJICA Single-8 von Fujifilm aus dem Jahr 1965. Diese Kamera machte Filmaufnahmen für Privatnutzer erstmals massentauglich. Der Aufbau betont die Videofunktion, die Bedienung bleibt dabei analog und haptisch, beispielsweise durch das Einstellrad mit Klick-Feedback oder den Druckhebel.
Das zentrale Kreativ-Element ist das „Eras Dial“ – ein Effekt-Drehregler, der zehn fotografische Filmstile von den 1930er Jahren bis in die 2020er Jahre abdeckt. Jeder Stil verfügt wiederum über zehn Abstufungen, sodass insgesamt 100 Varianten entstehen. Die Effekte beeinflussen nicht nur das Bild und das Video optisch, sondern auch den Ton – von Filmspulen-Geräuschen bis zu Radio-Texturen aus verschiedenen Epochen.
Das "Eras Dial" ist ein Effekt-Drehregler. Er deckt zehn fotografische Filmstile ab, die von den 1930er Jahren bis in die 2020er Jahre reichen.
(Bild: Fujifilm Japan)
Smartphone-Integration und Zubehör
Wie andere Evo-Modelle kann auch die Mini Evo Cinema als Wireless-Drucker für Smartphone-Fotos verwendet werden. Die zugehörige App verbindet sich per Bluetooth oder WLAN mit der Kamera und ermöglicht eine Vorschau sowie die Bearbeitung und den Transfer der Fotos vor dem Druck. Mit der Funktion „Poster Template“ können Nutzer Instax-Abzüge im Kinoplakatstil gestalten und mit Titeln und Texten persönliche Akzente setzen.
Der Lieferumfang umfasst einen Sucher-Aufsatz für das rückseitige Display, einen optionalen Griff, der für eine stabilere Bedienung angebracht werden kann, eine Kameratasche und ein Gehäuse. Der Verkauf startet in Japan am 30. Januar 2026, Preise und ein internationaler Marktstart sind bislang noch nicht angekündigt.
(vat)

