Stromausfall in Berlin: Berliner CDU-Fraktion berät über Krisenmanagement während Stromausfall
Ein Tennisspiel des Berliner Oberbürgermeisters und der Bildungssenatorin steht in der Kritik. Die Berliner CDU will über das Management des Stromausfalls beraten.
Ein Tennisspiel des Berliner Bürgermeisters und der Bildungssenatorin steht in der Kritik. Die Berliner CDU-Fraktion stellt sich dennoch klar hinter ihn.
Aktualisiert am 8. Januar 2026, 12:26 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, sko
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/2b9795c1-693d-4556-bee1-271244cf1641/full_311a57b803da635dd08a7b9378bedb55a735195a301322221ea2444b6b4c14018a02c6748de329c044c30eb6206613bc.mp3

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei einem Pressebriefing zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz: Er steht wegen seiner Reaktion am Wochenende in der Kritik. © Britta Pedersen/dpa
Angesichts der anhaltenden Kritik an seinem Krisenmanagement während des Stromausfalls im Südwesten Berlins hat sich die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hinter den regierenden Bürgermeister Kai Wegner gestellt. Aus Fraktionskreisen hieß es, dass es bei der kurzfristig angesetzten Telefonkonferenz viel Lob und Anerkennung für den CDU-Politiker aus der Fraktion gegeben habe. Dass er am ersten Tag des Blackouts Tennis gespielt habe, sei nicht Gegenstand von Kritik gewesen.
Wegner steht wegen seines Krisenmanagements während des tagelangen Stromausfalls im Berliner Südwesten unter Druck. Er räumte ein, am Samstag wenige Stunden nach Beginn des Stromausfalls Tennis gespielt zu haben – entgegen früheren Angaben zu seinem Wochenende. Er spielte zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).
In der Fraktionssitzung räumte Wegner laut Teilnehmern jedoch ein, dass er "nicht glücklich über die eigene Kommunikation" sei. Es wäre besser gewesen, transparent zu sein, soll Wegner gesagt haben.
SPD kritisiert Falschaussage
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese nannte die Kritik am Verhalten Wegners (CDU) nach dem Anschlag "berechtigt". "Diese scheibchenhafte Informationspolitik, das ist etwas, das ist ehrlicherweise nie gut", sagte er den Sendern RTL und ntv. Niemand werfe einem Politiker vor, mal Sport zu machen und einen Moment den Kopf freikriegen zu müssen, sagte Wiese. "Aber warum man dann erst mit falschen Aussagen an die Öffentlichkeit geht, das kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen. Und darum muss er sich zu Recht Fragen gefallen lassen."