"Tatort" Dresden: Ich brauch ein bisschen frische Luft
Mit einem Natascha-Kampusch-Fall ins neue Jahr: Der Dresdner "Tatort" erzählt von einem Mädchen, das aus langer Kellergefangenschaft auftaucht.
Mit einem Natascha-Kampusch-Fall ins neue Jahr: Der Dresdner "Tatort" erzählt von einem Mädchen, das aus langer Kellergefangenschaft auftaucht.
1. Januar 2026, 21:46 Uhr
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Ab in den Keller: Kommissarin Winkler (Cornelia Gröschel, links) und Revierleiter Schnabel (Martin Brambach, rechts), lassen sich von der Hausmeisterin (Nina Kunzendorf) durchs Haus führen. © MDR/MadeFor/Steffen Junghan
Vor einem Monat fand das Fernsehfilmfestival Televisionale statt: an neuem Ort – Weimar statt Baden-Baden. Als einzig bereits ausgestrahlter ARD-Sonntagabendkrimi gehörte die allenfalls mittelmäßige Kölner Tatort-Folge Colonius zu den nominierten Filmen, was an der Expertise bei der Vorauswahl zweifeln lässt angesichts von schöneren und gekonnteren Tatort- und Polizeiruf-Filmen. Gewonnen hat Colonius nix.
Auf der Televisionale wurde auch diskutiert, wie der Osten beim deutschen Fernsehfilmproduzieren so vorkommt, was auch das Netzwerk Quote-Ost beschäftigt. Weil es bei Quotierungsdiskussionen schnell unsachlich werden kann ("geht doch nur um Qualität"), ist es wichtig zu betonen, dass, sagen wir, der Erzgebirgskrimi natürlich von westdeutschen Produktionen in den entscheidenden Departments Regie und Drehbuch dominiert werden kann. Das geschieht ja die ganze Zeit, während umgekehrt ostdeutsche Kreative zum Ausgleich nicht überproportional beim, sagen wir, vertreten sind. Was tun?