Trump droht Kuba und verlangt Deal
Nach der US-Aktion in Venezuela hatte Präsident Trump erklärt, auch Kuba werde bald fallen. Nun droht er der kommunistischen Regierung: Sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen, werde Kuba kein Öl mehr aus Venezuela bekommen.

Kein Öl mehr aus Venezuela Trump drängt Kuba zu Deal - "bevor es zu spät ist"
Stand: 11.01.2026 16:26 Uhr
Nach der US-Aktion in Venezuela hatte Präsident Trump erklärt, auch Kuba werde bald fallen. Nun droht er der kommunistischen Regierung: Sollte sie sich nicht auf einen Deal einlassen, werde Kuba kein Öl mehr aus Venezuela bekommen.
US-Präsident Donald Trump setzt das wirtschaftlich angeschlagene Kuba unter Druck und fordert die kommunistische Regierung auf, "einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist". Kuba werde künftig kein Öl mehr aus Venezuela bekommen und auch kein Geld, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Worin genau eine Vereinbarung bestehen sollte oder was passiert, falls sich Kuba nicht auf einen Deal einlässt, schrieb Trump nicht.
Kuba wies Trumps Drohung umgehend zurück. Außenminister Bruno Rodríguez warf der US-Regierung kriminelles Verhalten vor, mit dem sie den Weltfrieden gefährde. Auf der Internet-Plattform X schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen. Kuba habe das Recht, Öl auf den Märkten zu kaufen, wo dies ohne Einmischung der USA möglich sei.
Trump hatte auf Truth Social auch mehrere Beiträge repostet, in denen Nutzer auf einen möglichen, durch die USA herbeigeführten Regimewechsel auf Kuba hinfieberten. In einem der Beiträge wurde scherzhaft angekündigt, US-Außenminister Marco Rubio - der Sohn kubanischer Einwanderer - werde Präsident Kubas. "Klingt für mich gut!", kommentierte Trump.
Venezuela liefert Öl an die USA
Kuba war jahrzehntelang ein enger Verbündeter Venezuelas und hat einen großen Teil seines Öls von dort bezogen. Nach der Gefangennahme des langjährigen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten hatte Trump Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez dazu gedrängt, venezolanisches Öl an die Vereinigten Staaten zu liefern.
In den vergangenen Wochen hatten US-Einheiten immer wieder Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Trump hatte angekündigt, eine "vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela" zu verhängen.
Auch Kuba werde bald fallen, hatte Trump vor einer Woche gesagt. Die kommunistisch regierte Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Florida steht seit Langem im Visier der USA. Ein militärisches Eingreifen sei auf Kuba jedoch nicht nötig, befand Trump vor einer Woche. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft in Havanna ohnehin zusammenbrechen.