Trump will Militärausgaben drastisch erhöhen
Die Zeiten seien "unruhig und gefährlich". Deshalb will US-Präsident Trump für 2027 die Verteidigungsausgaben massiv erhöhen - auf 1,5 Billionen Dollar. Die USA geben bereits jetzt weltweit am meisten für ihr Militär aus.

500 Milliarden Dollar mehr pro Jahr Trump will Militärausgaben drastisch erhöhen
Stand: 08.01.2026 03:01 Uhr
Die Zeiten seien "unruhig und gefährlich". Deshalb will US-Präsident Trump für 2027 die Verteidigungsausgaben massiv erhöhen - auf 1,5 Billionen Dollar. Die USA geben bereits jetzt weltweit am meisten für ihr Militär aus.
US-Präsident Donald Trump hat eine starke Erhöhung der US-Verteidigungsausgaben vorgeschlagen. Für 2027 sollten die Militärausgaben auf 1,5 Billionen Dollar steigen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Zu diesem Schluss sei er "nach langen und schwierigen Verhandlungen" mit Kongressmitgliedern, Ministern und anderen politisch Verantwortlichen gelangt, fügte Trump an.
Er begründete seine Forderung damit, dass man sich in "unruhigen, gefährlichen Zeiten" befinde. Die Ausgabenerhöhung werde es dem Land ermöglichen, das "Traum-Militär" aufzubauen, das das Land seit langem verdiene und das seine Sicherheit gewährleisten werde.
Militär bekam erst vor kurzem weitere Milliarden
Das US-Militärbudget für dieses Jahr liegt bei 901 Milliarden Dollar - das sind umgerechnet rund 772 Milliarden Euro. Die USA geben weltweit mit Abstand am meisten für ihr Militär aus. Eine Erhöhung auf 1,5 Billionen Dollar würde Washingtons Ausgaben für seine Streitkräfte noch weiter vor seine Rivalen China und Russland bringen.
Erst vor kurzem bekam das US-Militär im Rahmen eines großangelegten Gesetzespakets mit Steuersenkungen und Ausgabenkürzungen, das Trump 2025 unterzeichnet hatte, eine Finanzspritze von etwa 175 Milliarden Dollar.
Trumps Forderung nach höheren Militärausgaben dürfte auf Widerstand bei Demokraten im Kongress stoßen. Diese pochen auf eine Balance zwischen Militärausgaben und Posten, die nichts mit Verteidigung zu tun haben. Aber auch die sogenannten Deficit Hawks unter den Republikanern, die gegen hohe Staatsausgaben sind, werden wohl Einwände erheben.