Ukraine: Kyjiw muss Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung abstellen
Nach einem russischen Angriff und bei starkem Frost haben die Menschen in der Hauptstadt der Ukraine keine Heizung, Wasser und Strom. Wer kann, soll die Stadt verlassen.
BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen
Nach einem russischen Angriff und bei starkem Frost haben die Menschen in der Hauptstadt der Ukraine keine Heizung, Wasser und Strom. Wer kann, soll die Stadt verlassen.
10. Januar 2026, 15:31 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, sc
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/1787f3ec-f473-4a96-a152-3e3935e92c5f/full_ce936c95e7a179c0d35e262eba509fc0ebf4d35e108fd1b05dd71035f51a5589b9913e97bcc47b672b1ec4ad358b87b4.mp3

Nur in Zelten können sich Menschen in Kyjiw, die derzeit ohne Heizung sind, aufwärmen. © Andrew Kravchenko/AFP/Getty Images
Nach Angaben des Stadtrats von Kyjiw hat die ukrainische Hauptstadt die Stromversorgung ebenso wie die Wasser- und Wärmeversorgung vollständig abstellen müssen. Der Netzbetreiber hatte darum gebeten, nachdem der Strom in weiten Teilen der Stadt bereits ausgefallen war.
Russland hatte zuvor die ukrainische Infrastruktur angegriffen und wichtige Teile zerstört. Auch der elektrifizierte öffentliche Nahverkehr musste eingestellt werden, wie der Stadtrat auf Telegram mitteilte.
Reparaturen seien im Gange, schrieb die Stadtverwaltung; es wurde aber nicht angegeben, wie lange die Systeme außer Betrieb bleiben würden. Die Hälfte der Wohnblocks in Kyjiw war am Freitag nach dem neuesten russischen Angriff ohne Stromversorgung. Die Temperaturen fielen unter minus 10 Grad Celsius.
Der Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, hatte den Einwohnern am Freitag geraten, die Stadt zeitweilig zu verlassen. In der Hauptstadt der Ukraine könnten nach einem schweren russischen Luftangriff 6.000 Wohnblocks nicht beheizt werden, schrieb er auf Telegram. Das sei die Hälfte der Mehrfamilienhäuser der ukrainischen Hauptstadt. Wer anderswo Energie und Wärme finden könne, solle die Hauptstadt vorübergehend verlassen.