US-Regierung: Museum in Washington ändert Text unter Trump-Porträt
Unter einem Trump-Porträt in der National Portrait Gallery wird nicht mehr auf die Amtsenthebungsverfahren verwiesen. Das Museum in Washington hat den Text geändert.
Unter einem Trump-Porträt in der National Portrait Gallery wird nicht mehr auf die Amtsenthebungsverfahren verwiesen. Das Museum in Washington hat den Text geändert.
11. Januar 2026, 21:16 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, iyf

In Washington, D. C. wurde ein Text unter einem Foto des US-Präsidenten ausgetauscht, der diesem nicht gefallen hatte. © Maxine Wallace/The Washington Post/Getty Images
Die National Portrait Gallery in Washington, D. C. hat laut US-Medienberichten einen Text entfernt, der unter anderem auf die beiden Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump hinweist. Zuvor hatte das Museum ein Porträt Trumps in einer Ausstellung zu US-amerikanischen Präsidenten ausgetauscht, wie die New York Times und die Washington Post berichteten.
Das Weiße Haus hatte das nun in dem Museum ausgestellte Schwarz-Weiß-Bild von Trump auf X geteilt. Das Foto zeigt Trump im Oval Office hinter seinem Schreibtisch stehend.
Der Text unter dem Bild von Trump verwies zuvor darauf, dass er der erste US-Präsident ist, gegen den während seiner Regierungszeit gleich zwei Amtsenthebungsverfahren im Kongress eingeleitet wurden. Ihm wurden Machtmissbrauch und "Anstiftung zum Aufstand" vorgeworfen. An dieser Formulierung hatte sich Trump laut der New York Times seit Längerem gestört.
Der alte Text enthielt auch einen Verweis auf die sogenannten Abraham-Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten und damit auf einen Verdienst Trumps, den einige als historischen Durchbruch werteten. Der jetzt ausgestellte neue Text ist den Medienberichten zufolge deutlich kürzer und beschreibt ihn lediglich als 45. und 47. Präsidenten der USA, der 1946 geboren wurde.
Trump-Regierung übt Druck auf Museen aus
Der New York Times zufolge teilte das Museum mit, dass es Trumps Porträt ausgetauscht habe und mit einer geplanten Aktualisierung der Ausstellung zu US-Präsidenten beginne. Für einige neue Ausstellungen und Exponate habe es Zitate oder Beschriftungen geprüft, "die nur allgemeine Informationen wie den Namen des Künstlers enthalten", teilte das Museum demnach mit. "Die Geschichte der Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidenten wird weiterhin in unseren Museen dargestellt."