USA: Donald Trump kündigt Abzug der Nationalgarde aus US-Städten an
Die Bundestruppen sollen Chicago, Los Angeles und Portland verlassen. Der US-Präsident drohte den demokratisch regierten Städten aber mit Rückkehr.
Die Bundestruppen sollen Chicago, Los Angeles und Portland verlassen. Der US-Präsident drohte den demokratisch regierten Städten aber mit Rückkehr.
1. Januar 2026, 5:47 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AFP, vsp
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Demonstranten wehrten sich bei Protesten im Oktober gegen die Entsendung der Nationalgarde nach Portland im US-Staat Oregon. © Mathieu Lewis-Rolland/AFP/Getty Images
US-Präsident Donald Trump hat den Abzug der Nationalgarde aus den demokratisch regierten Großstädten Chicago, Los Angeles und Portland angekündigt. Zugleich stellte er trotz richterlicher Anordnungen künftige Einsätze in Aussicht: "Wir werden zurückkommen, vielleicht in einer ganz anderen und stärkeren Form, wenn die Kriminalität wieder in die Höhe schießt."
Trump behauptete in seiner Mitteilung, erst der Einsatz der Nationalgarde habe die Kriminalität in den Städten stark reduziert. Weiter bezeichnete er die Truppen als "großartige Patrioten".
Um den Einsatz der Nationalgarde tobt seit Monaten ein Streit in den USA, der bis vor das höchste Gericht der USA gegangen ist. Dort hatte Trump vergangene Woche eine Niederlage erlitten. Der Supreme Court hatte die Entsendung nach Chicago blockiert, nachdem die demokratisch regierte Stadt dagegen geklagt hatte. Mitte Dezember hatte zudem ein Bundesrichter die Trump-Regierung angewiesen, ihren Nationalgarde-Einsatz in Los Angeles zu beenden. Zuvor hatte eine Bundesrichterin den Einsatz der Truppen in Portland für illegal erklärt.