USA: Frau stirbt bei mutmaßlichem Puma-Angriff im US-Bundesstaat Colorado
Zwei Wanderer haben in einem Waldgebiet in Colorado eine leblose Frau entdeckt. In der Nähe der Leiche sahen sie einen Puma, der sie offenbar attackiert hatte.
Zwei Wanderer haben in einem Waldgebiet in Colorado eine leblose Frau entdeckt. In der Nähe der Leiche sahen sie einen Puma, der sie offenbar attackiert hatte.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 20:46 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, yer
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In Colorado leben schätzungsweise 3.800 bis 4.400 wilde Pumas. © Ardea/imago images
Eine Frau ist in den USA beim Wandern ums Leben gekommen. Vermutlich wurde sie von einem Puma angegriffen und getötet. Die Behörden teilten mit, dass die Frau allein in den Bergen unterwegs gewesen sei. Andere Wanderer hätten sie am Donnerstagmittag leblos in einem abgelegenen Waldgebiet auf dem Crosier Mountain Trail gefunden, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Denver. Es wäre der erste tödliche Puma-Angriff auf einen Menschen seit 25 Jahren in Colorado.
Die Wanderer sahen laut einer Sprecherin von Colorado Parks and Wildlife, der zuständigen Naturschutzbehörde, einen Puma in der Nähe des Körpers der Frau. Sie hätten das Tier mit Steinwürfen verjagt und dann festgestellt, dass die Frau keinen Puls mehr hatte.
Mitarbeiter der Behörde spürten laut der Sprecherin nahe dem Fundort der Leiche zwei Pumas auf und töteten diese. Gemäß den Vorschriften des Bundesstaates muss jedes Wildtier, das einen Menschen angegriffen hat, getötet werden, um weiteren Angriffen vorzubeugen. Es werde jetzt geprüft, ob an den Tieren Spuren menschlicher DNA nachzuweisen sind. Zudem würden sie auf Erkrankungen wie Tollwut und sonstige Auffälligkeiten untersucht. Wenn an den beiden erlegten Pumas keine menschliche DNA nachweisbar ist, werde man weiter nach Tieren suchen, die die Frau getötet haben könnten.
2019 erwürgte ein Jogger einen Puma
Sichtungen von Pumas seien in dem bewaldeten Gebiet zwar häufig, es habe jedoch zuletzt keine dokumentierten Angriffe auf Menschen gegeben, sagte die Sprecherin. Seit 1990 gab es in Colorado 28 solcher Angriffe auf Menschen, der letzte tödliche geschah 1990.
Im Februar 2019 war ein Jogger auf einem Wanderpfad nördlich von Denver von einem Puma angegriffen worden. Ihm gelang es jedoch, das Tier im Kampf mit seinem Fuß zu erwürgen. Sein Gesicht musste mit mehr als 20 Stichen genäht werden, außerdem verwundete ihn der Puma am Hals.