USA wollen nach Sturz von Maduro Venezuela vorerst selbst regieren
Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro übergangsweise die Führung in dem Land übernehmen. Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.

Stand: 03.01.2026 20:26 Uhr
Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten. US-Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.
Nach dem Angriff auf Venezuela und dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro werden die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump das südamerikanische Land vorerst führen. "Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang gewährleisten können", sagte er während einer Pressekonferenz auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago.
Maduro und seine Ehefrau seien nach ihrer Gefangennahme mit einem Hubschrauber zum Kriegsschiff "USS Iwo Jima" geflogen worden. Kurz zuvor hatte der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social ein Bild veröffentlicht, das Maduro gefesselt, mit verbundenen Augen und Kopfhörern auf dem Schiff zeigen soll.
Dieses Bild, das am 3. Januar 2026 auf dem Truth-Social-Account von US-Präsident Donald Trump gepostet wurde, soll den venezolanischen Präsidenten Maduro an Bord der "USS Iwo Jima" zeigen.
US-Investitionen in Ölgeschäft angekündigt
"Dies war eine der beeindruckendsten, effektivsten und kraftvollsten Demonstrationen der militärischen Stärke und Kompetenz der USA in der amerikanischen Geschichte", erklärte Trump vor Reportern. Er sagte, dass bei der Operation US-Luft-, Land- und Seestreitkräfte zum Einsatz gekommen seien.
Die USA seien auf eine zweite, deutlich größere Angriffswelle vorbereitet. Er halte das angesichts der "erfolgreichen ersten Angriffswelle" derzeit aber für unwahrscheinlich.
Gleichzeitig kündigte er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um "anzufangen, Geld für das Land zu machen". Die US-Ölfirmen würden "Milliarden von Dollar" in dem südamerikanischen Land investieren und die Infrastruktur wieder aufbauen, um das Ölgeschäft anzukurbeln. Das US-Ölembargo gegen Venezuela bleibe jedoch vorerst weiter in Kraft.
Trump: Habe Maduro gewarnt
Maduro ist laut Trump in einem stark bewachten, festungsartigen Gebäude gefangen genommen worden. "Er war in einer Festung", hatte Trump zuvor bereits in einem Telefoninterview mit dem US-Sender Fox News gesagt.
Trump sagte Fox News zudem, Maduro solle kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, "dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat", sagte Trump mit Blick auf Maduro. "Wir werden uns sehr stark einbringen. Und wir wollen Freiheit für das Volk".
Er habe Maduro vor etwa einer Woche in einem Telefonat zur Kapitulation aufgefordert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben." Maduro habe sich allerdings geweigert.