Venezuela: US-Behörden veröffentlichen Video von Nicolás Maduro in Handschellen
Nach seiner Gefangennahme ist Venezuelas Präsident in New York eingetroffen. Ein Video zeigt ihn in Handschellen, begleitet von Beamten der US-Drogenbehörde.
Nach seiner Gefangennahme ist Venezuelas Präsident in New York eingetroffen. Ein Video zeigt ihn in Handschellen, begleitet von Beamten der US-Drogenbehörde.
4. Januar 2026, 12:34 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, akm
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Maduro in New York
Ein von der US-Regierung veröffentlichtes Video zeigt den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nach seiner Ankunft in New York: Er trägt Handschellen und Sandalen und wird von Beamten der US-Drogenbehörde DEA begleitet.
Das Video zeigt einen sogenannten perp walk. Dabei werden Verdächtige bewusst der Öffentlichkeit vorgeführt, um sie sichtbar als mutmaßliche Straftäter zu präsentieren. Vor allem in New York greifen US-Strafverfolgungsbehörden regelmäßig auf diese Form der öffentlichen Zurschaustellung zurück. In dem Video ist zu hören, wie Maduro den Beamten zunickt und "Gute Nacht" sowie "Frohes neues Jahr" auf Englisch sagt.
Der Staatschef Maduro war am Samstag bei einem von Trump angeordneten Einsatz des US-Militärs zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores festgenommen worden. Beide wurden inzwischen in die USA gebracht.
Maduro soll am Montag vor einem Bundesgericht erscheinen
Nach übereinstimmenden Berichten US-amerikanischer Medien soll Maduro während der Untersuchungshaft im Metropolitan Detention Center in Brooklyn untergebracht werden. Am kommenden Montag soll er vor einem Bundesgericht in Manhattan erscheinen. Auch seine Ehefrau soll dort vorgeführt werden. Beiden wird unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" und "Verschwörung zum Kokainimport" vorgeworfen.
Kurz nach der Gefangennahme des langjährigen venezolanischen Präsidenten hatte Trump bereits ein Foto Maduros verbreitet, das ihn in Handschellen, mit einer schwarzen Maske und in einem grauen Jogginganzug zeigte. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs USS Iwo Jima zu sehen, schrieb Trump in Onlinediensten.