Wetterphänomen: Ungewöhnlich wenig Blitze in Sachsen-Anhalt
3. Januar 2026, 4:00 Uhr Quelle: dpa Sachsen

In Sachsen-Anhalt wurden so wenig Blitze registriert wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa
In Sachsen-Anhalt es im vergangenen Jahr so wenig geblitzt wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. 3.501 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf. Im Jahr davor waren es fast doppelt so viele. Allerdings schwankt die Zahl der Blitze über die Jahre zum Teil deutlich. 2023 wurden von dem Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 10.525 Blitze registriert, 2007 waren es sogar mehr als 26.500.
Auch deutschlandweit hat es 2025 ungewöhnlich selten geblitzt - nur 99.930 Mal. In den bis 2005 zurückreichenden Daten von Aldis/Blids findet sich kein Jahr, in dem es auch nur annähernd so wenige Blitze gab. Frühere Jahre weisen sehr viel höhere Werte auf - zwischen 200.000 bis zu über eine halbe Million.
Trockener Sommer als Grund für wenig Blitze
Aber warum war 2025 so blitzarm? Wetter ist komplex, die Antwort also vielschichtig, doch ein wichtiger Effekt ist relativ klar: Für Gewitter brauche man feuchte und energiereiche Luftmassen, erklärt Tanja Egerer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Und in den meisten der gewitterträchtigen Sommermonaten war es diesmal schlicht zu trocken.
Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. Häufig kommt es nämlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. In manchen Statistiken werden dann mehrere Blitze gezählt.
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