Winter im Norden: Kälte, Schnee und Glätte prägen das Wochenende in MV
4. Januar 2026, 14:22 Uhr Quelle: dpa Mecklenburg-Vorpommern

Zahlreiche Unfälle und anhaltender Frost prägten das Wochenende. © Martina Kruber/dpa
Schnee, Eis und anhaltender Frost haben Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende weiter fest im Griff gehalten. Glatte Straßen führten landesweit zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte auch für die kommenden Tage winterliche Bedingungen an.
Nach Angaben der Polizei kam es zu Dutzenden Unfällen. Allein in der Nacht zum Samstag wurden landesweit mehr als 60 Glätteunfälle registriert, neun Menschen wurden leicht verletzt. Der Gesamtschaden lag nach ersten Schätzungen bei mehr als 430.000 Euro. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, häufige Unfallursache war überhöhte Geschwindigkeit auf winterglatter Fahrbahn – teils waren Fahrzeuge noch mit Sommerreifen unterwegs.
Auch am Sonntag gab es dann mehrere Glätteunfälle im gesamten Bundesland, die häufig zu Blechschäden führten, es gab aber auch Verletzte, wie ein Sprecher des Lagedienstes Neubrandenburg am Mittag mitteilte.
Mehrere schwere Unfälle
Auf der Bundesstraße 110 bei Görke (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurde eine 32-jährige Autofahrerin am frühen Morgen schwer verletzt, nachdem sie auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geraten, gegen einen Baum geprallt und in einen Straßengraben gerutscht war. Die Frau musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
Auf der L202 zwischen Gielow und Demzin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) überschlug sich am Morgen ein Pkw auf eisglatter Straße. Die 38 Jahre alte Fahrerin wurde leicht verletzt.
In Waren an der Müritz erlitt am Samstag ein 24 Jahre alter Quadfahrer schwere Verletzungen, als er auf glatter Straße zu schnell unterwegs war und gegen einen Baum prallte. Weitere Unfälle mit Verletzten ereigneten sich am Samstag unter anderem auf der A20 bei Grimmen, der L20 in der Müritzregion sowie auf mehreren Bundes- und Landesstraßen.
Es bleibt winterlich in Mecklenburg-Vorpommern
Der Deutsche Wetterdienst rechnet auch in den kommenden Tagen mit winterlichem Wetter. Ein Tief über der Nordsee führe weiterhin kalte Luft nach Mecklenburg-Vorpommern, erklärte DWD-Meteorologe Tobias Schaaf. «Durch ein neues Tief über der Nordsee kann es erneut zu Schneefall kommen», sagte Schaaf. Schnee und Frost blieben voraussichtlich die ganze Woche über bestehen. Erst zum Freitag sei eine leichte Abmilderung möglich. «Die Prognose ist aber noch unsicher, danach kann es auch wieder kälter werden.»
Für heute und die kommenden Tage erwartet der DWD weitere Schnee- und Graupelschauer, Glätte sowie an der Küste teils kräftige Wind- und Sturmböen. In den Nächten sinken die Temperaturen verbreitet auf minus fünf Grad, örtlich über Schnee sogar auf bis zu minus zehn Grad.
Polizei und Wetterdienste appellierten erneut an Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise den winterlichen Straßenverhältnissen anzupassen und unnötige Fahrten möglichst zu vermeiden.
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