Wintersturm: Bahnchefin Evelyn Palla verteidigt Krisenmanagement
Nach dem Wintersturm läuft der Bahnverkehr im Norden noch eingeschränkt. Die Kritik wächst, doch die Bahnchefin verweist auf Sicherheit als oberste Priorität.
Nach dem Wintersturm läuft der Bahnverkehr im Norden noch eingeschränkt. Die Kritik wächst, doch die Bahnchefin verweist auf Sicherheit als oberste Priorität.
Aktualisiert am 11. Januar 2026, 14:05 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, ps
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Samstagmorgen am Hauptbahnhof Hamburg © Daniel Bockwoldt/dpa
Nach der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen des Wintersturms Elli in Norddeutschland hat Konzernchefin Evelyn Palla das Krisenmanagement verteidigt. Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden habe für ihr Unternehmen immer "oberste Priorität", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Hannover. Die Lage sei "sehr dynamisch" gewesen, "weitreichende Schneeverwehungen" hätten seit Freitag immer wieder bereits freigeräumte Streckenabschnitte blockiert.
Die Bahn sei "immer bestmöglich vorbereitet", fügte Palla hinzu. Es gebe jedoch stets "Unbekannte", jede Wetterlage sei anders. So sei vorher etwa unklar, welche Regionen und Strecken besonders betroffen sein würden. "Es ist uns tatsächlich gelungen, dass kein Zug auf freier Strecke liegen geblieben ist", sagte die Bahnchefin. Dies sei wichtig, da bei Ausfall der Stromversorgung sonst kritische Situationen drohten.
Massive Schneeverwehungen im Norden
Elli war am Freitag mit Sturm und starkem Schneefall auf Deutschland getroffen, es galten Unwetterwarnungen. Im Norden kam es zu Schneeverwehungen. Dort stellte die Bahn am Freitagmorgen den gesamten Fernverkehr ein, was bundesweit zu Beeinträchtigungen führte. Außerdem war der Nah- und Regionalverkehr in Norddeutschland erheblich gestört. Gestrandete Reisende kamen teilweise in Zügen, die in Bahnhöfen abgestellt wurden, unter.
Erst am Sonntag lief der Fernverkehr nach Bahnangaben auf Hauptstrecken im Norden flächendeckend wieder an. Die Deutsche Bahn rechnet jedoch auch am Nachmittag noch mit Einschränkungen auf vielen Strecken. Palla zufolge fuhr das Unternehmen zunächst mit "etwa zwei Dritteln" des Angebots "stabil". Ausfälle gab es weiterhin auch im Nahverkehr in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dies sorgt des bundeseigenen Konzerns.