Wintersturm Elli beeinträchtigt weiter den Bahnverkehr im Norden
Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fallen in Norddeutschland voraussichtlich noch bis Sonntag wichtige Verbindungen aus. Vor allem rund um Hannover und in Schleswig-Holstein gibt es nach wie vor Probleme.

Nach Wintersturm "Elli" Weiter Ausfälle im Fernverkehr der Bahn
Stand: 10.01.2026 18:20 Uhr
Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fallen in Norddeutschland voraussichtlich noch bis Sonntag wichtige Verbindungen aus. Vor allem rund um Hannover und in Schleswig-Holstein gibt es nach wie vor Probleme.
Es war bereits Entspannung in Sicht, doch nach dem Sturmtief „Elli“ kommt es im Norden weiter zu Zugausfällen und Verspätungen. Bei der Deutschen Bahn sollen heute nur Fernzüge zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen fahren. Die anderen Strecken von und nach Norddeutschland werden bis Sonntag nicht bedient, wie das Unternehmen mitteilte.
"Schneeverwehungen machen bereits geräumte Gleise wieder unbefahrbar und weitere Räum- und Erkundungsfahrten nötig", erklärte die Bahn. "Weiterhin sind Weichen eingefroren und blockiert." Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet.
Reisende können demnach jedoch die Verbindung zwischen Hamburg und Frankfurt über Bremen und Köln nutzen. Züge nach Hamburg über Fulda und Kassel enden in Frankfurt. Auch die Verbindungen zwischen Hannover und Amsterdam sowie zwischen Hamburg und Kopenhagen blieben vorerst ausgesetzt.
Ausfälle auch im Regionalverkehr
Auch im Regionalverkehr gibt es weiterhin Einschränkungen und Ausfälle. Auf mehreren Strecken sollten ab heute Nachmittag wieder Züge fahren. Zunächst würden sogenannte Erkundungsfahrten gemacht. Sollten sie erfolgreich verlaufen, werde der Betrieb laut Bahn schrittweise wieder aufgenommen. Es könne jedoch zu einem verringerten Platzangebot kommen.
Im Norden warteten am Samstag viele Menschen auf ihre Züge. Auf die Verbindungen, die stattfanden, gab es einen regelrechten Ansturm. Einige Reisende berichteten, dass sie überfüllte Züge wieder verlassen mussten.
Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden, sich rechtzeitig vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf den Internetseiten der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Die Bahn hat zudem die kostenfreie Hotline 08000 - 996633 eingerichtet.
Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen
Im Norden und Osten kam es zu zahlreichen witterungsbedingten Unfällen. Auf der Autobahn 1 bei Heidenau überschlug sich in der Nacht ein Transporter, auf der A7 rutschte ein Lastwagen bei Bispingen in einen Graben und kippte auf die Seite. Beide Fahrer wurden schwer verletzt. Schon am Freitag waren auf der A7 im Landkreis Goslar sieben Fahrzeuge zusammengestoßen - darunter Sattelzüge, die gegen die Betonmittelschutzwand krachten. Zwölf Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.