Zensur an US-Universität: Trump gegen Platon
An einer texanischen Universität wird ein Werk des griechischen Philosophen aus dem Lehrplan gestrichen. Es geht um große Gefühle.
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An einer texanischen Universität wird ein Werk des griechischen Philosophen aus dem Lehrplan gestrichen. Es geht um große Gefühle.
10. Januar 2026, 16:03 Uhr

In Platons "Symposion" geht es um die Liebe zu Dingen, zu Seelen und zum Schönen – zu viel für naturgemäß liebesgefährdete Studierende? Dieses Symposium stammt von Anselm Feuerbach, etwa 1871-1874. © Fine Art Images/imago images
Mit der Liebe ist es so eine Sache. Sie stiftet zu allerhand Unfug an. Vielleicht ist es die Angst vor ihrem aufrührerischen Geist, die die Verwaltung der Texas A&M University in eben jenem US-amerikanischen Texas dazu veranlasst hat, einem ihrer Philosophie-Professoren zu verbieten, den guten alten Platon zu unterrichten. Interessant: Nicht jenen Platon, der über Tyrannei sagte, sie sei die schlechteste aller Staatsformen, und über Tyrannen, ihnen würde die Fähigkeit zur Vernunft fehlen. Es ist nur die Liebe, die es erwischt hat, also Platons Werk Das Symposion, seine Dialoge über die Varianten der Liebe, der höheren und niederen, zu Dingen, zu Seelen und zum Schönen an sich.