Zohran Mamdani als Bürgermeister von New York vereidigt
Die größte Stadt der USA hat seit Mitternacht einen neuen Bürgermeister. Der erst 34-jährige Zohran Mamdani trat sein Amt mit großen Versprechen an - und lieferte beim Eid in einer U-Bahn-Station gleich mehrere Premieren.

Amtseinführung in New York Trump-Gegner Mamdani als Bürgermeister vereidigt
Stand: 01.01.2026 08:23 Uhr
Die größte Stadt der USA hat seit Mitternacht einen neuen Bürgermeister. Der erst 34-jährige Zohran Mamdani trat sein Amt mit großen Versprechen an - und lieferte beim Eid in einer U-Bahn-Station gleich mehrere Premieren.
Mit dem Beginn des neuen Jahres hat Zohran Mamdani das Amt des Bürgermeisters von New York City übernommen. Der Demokrat legte seinen Amtseid im kleinen Kreis kurz nach Mitternacht (Ortszeit) ab. "Das ist wirklich eine Ehre und ein Privileg, wie es sie nur einmal im Leben gibt", sagte der 34-Jährige in einer kurzen Rede.
Die Amtseinführung war in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Zum ersten Mal ist ein in Afrika geborener Einwanderer muslimischen Glaubens Bürgermeister von New York. Und zum ersten Mal schwor der neue Bürgermeister seinen Amtseid auf den Koran. Mamdani hatte seine Hand auf den Koran seines Großvaters gelegt.
"Ehre und Privileg": Mamdani tritt sein Amt mit hohen Erwartungen an
Erfolg trotz Drohungen Trumps
Mamdani wurde in Kampala, Uganda geboren. Als er sieben Jahre alt war, zog seine Familie nach New York. 2018 wurde er US-Staatsbürger. Anfang November setzte er sich bei der Bürgermeisterwahl durch. Dabei war er im Wahlkampf auch vehementem Widerstand aus dem Weißen Haus ausgesetzt. So drohte US-Präsident Donald Trump unter anderem, der Stadt im Falle eines Mamdani-Erfolgs Bundesmittel vorzuenthalten und die Nationalgarde in die Stadt zu entsenden.
Den Amtseid legte Mamdani im Kreis seiner Familie im historischen U-Bahnhof Old City Hall im Süden Manhattans ab. Damit wollte der bekennende demokratische Sozialist nach Aussage seines Büros seine Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung zeigen. Viele Menschen müssen in New York weite Strecken pendeln, weil das Leben in der Stadt zu teuer geworden ist.
Feier mit politischen Vorbildern
Im Wahlkampf hatte Mamdani versprochen, das Leben in der größten US-Stadt wieder erschwinglicher zu machen. Entsprechend groß sind nun die Erwartungen an ihn. Und auch die Herausforderungen: Seine drei zentralen Wahlversprechen - kostenlose Busse, kostenlose Kinderbetreuung und Mietpreisbremse - werden viele Milliarden Dollar kosten.