Zwiebel: Die Zwiebel
Die Zwiebel kann scharf sein oder süßschmelzend. Aus der Küche ist sie nicht wegzudenken und in Literatur und Film mindestens genauso präsent. Was macht sie so besonders?
BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

© Subin Yang
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Zwiebel: Die Zwiebel
Die Zwiebel ist ein Alltagswunder: Sie ist vielschichtig und wandlungsfähig von scharf bis süßschmelzend. Kaum ein Gemüse hat in der Küche einen derart festen Platz. Hier erzählt sie, was sie so besonders macht.
ZEITmagazin Wochenmarkt Nr. 09/2025 11. Januar 2026, 9:51 Uhr
ZEITmagazin Wochenmarkt: Frau Zwiebel, Sie rühren uns zu Tränen, wenn wir Sie anschneiden, warum?
Zwiebel: Vielleicht weil Sie es selbst schwer ertragen, perfekte Formen wie meine zu zerstören?
ZEITmagazin Wochenmarkt: Sie sind in der Tat eine kulturelle Ikone. Ich denke dabei an Songs wie "Green Onions" von Booker T. & The M.G.’s oder an die Filmfigur Shrek, die sagte: "Oger sind wie Zwiebeln, sie haben Schichten."
Zwiebel: Danke, aber im Ernst: Beim Schneiden werden meine Zellen beschädigt, dabei entsteht ein Gas, das verdunstet. Wenn es in die Augen gelangt, reagiert es mit der Tränenflüssigkeit zu einer schwachen Schwefelsäure, was ein Brennen verursacht. Das Auge produziert Tränen, um sie auszuspülen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, wie aggressiv man mich angeht. Ein stumpfes Messer erhöht die Zellzerstörung und damit die Gasfreisetzung.